Hier ist eine (fast) vollständige, bebilderte Liste der Fahrzeuge, die ich im Laufe der Zeit so besessen habe.

Die Idee kam mir, als ich den unübersichtlichen Wust an alten Bildern sortierte. Auch für mich verblüffend, wie sich einige Interessen im Lauf der Zeit so gewandelt haben.... Die Fahrzeuge der ersten 25-30 Jahre waren zwar teils bereits Liebhaberfahrzeuge (besonders aus heutiger Sicht!), wurden jedoch ständig im Alltag bewegt - und teils auch verschlissen.  Auf eine bestimmte Marke bin ich nicht festgelegt. Mich interessieren viele Marken und Typen, sofern sie zumindest für mich das gewisse Etwas haben. Sei es die Form so wie bei Alfa-Romeo Sportwagen, die vermeintlich gute Qualität wie bei Mercedes oder Audi oder zu seiner Zeit innovativ wie der Renault 16. Alle Karosseriereparaturen und Wartungen, sowie die meisten technischen Reparaturen habe ich selbst vorgenommen, sonst hätte ich besonders zu Anfang Vieles nicht bezahlen können. Ein Liebhaberauto, das nur bei schönem Wetter gefahren wird, konnte ich mir erst die letzten Jahre leisten. Ich habe mich dabei gefragt, aus welchem Grund ich so häufig meine Fahrzeuge wechselte - und kann dafür keine befriedigende Antwort finden. Meine Frau übrigens auch nicht und das war schon öfter Anlaß zu familiären Unstimmigkeiten! Mittlerweile hat sie es trotzdem gut 37 Jahre mit mir ausgehalten.

Die oft sehr schlechte Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, aber die alten Fotos (oft mit der Pocketcamera geschossen) geben meist nicht mehr her.


Der erste eigene Wagen; ich war noch Lehrling und 18, der Datsun 1200 mit 55 PS 6 Jahre alt. 1000 Mark hat er gekostet und er hat sich während meiner kurzen Haltedauer mehrmals verändert. Die neue "Lackierung" - sozusagen handbemalt - war wegen des Unfallschadens nötig geworden und sollte später auch für weitere Autos als Individualisierungsmerkmal dienen...


Mein zweites Auto, ein Renault 16 TS mit 83 PS, gekauft auf dem ehemaligen Schrottplatz in Raa-Besenbek für 600 Mark. Für die damalige Zeit rasante Fahrleistungen und Komfort wie im Mercedes; ursprünglich war er weiß mit vielen unschönen Ausbesserungen. Die Motorhaubenbemalung war so etwas wie ein Vorläufer des Airbrush, hier ebenfalls handgemalt; der schwarze Lack stammt aus der Dose. Als ich das erste mal auf dem Parkplatz der Berufsschule damit parkte, so um 1989, wurde die Motorhaube vielbeachtet. Kurze Zeit später hatten einige Autos mehr auf dem Parkplatz solcherlei "Verzierungen"....


Das dritte Auto, ein NSU Prinz 1000 mit 40 PS. Sensationell günstig für 50 Mark gekauft und über den TÜV geschweißt. Einige Basteleien erscheinen aus heutiger Sicht nicht mehr so gelungen; ich wollte eigentlich nur einen Drehzahlmesser und das Kombiinstrument vom Fiat 850 Coupe gabs beim Schrott fast umsonst....


Nummer 4, wieder ein R 16 TS, diesmal mit Automatik. Auch er mußte für Individualisierungesmaßnahmen herhalten...


Der fünfte war ein NSU 1200 mit Unfallschaden, er war zuvor in einem Graben gelandet und er kostete nur ein paar Hunderter. Ich hatte das 55-PS-Gefährt nur ein paar Wochen, da hat ein ein Freund gekauft.


Beim sechsten Auto wurde ich mit dem Alfa-Bazillus infiziert. Gerne leiden mochte ich sie schon immer, es ist einfach ein zeitloses Giugiaro Design aus dessen Bertone-Ära.  Und dann fuhren die auch noch so gut! Diesen GTJ 1600 Bj. ´76 mit 103 PS kaufte ich für 1000,- DM als Unfallwagen; viele weitere Alfa Romeo sollten folgen... Mit diesem Bertone-Coupe hatte ich meinen ersten Motorschaden in einem Alfa - Loch im 3. Kolben. Das sollte mir danach nie wieder passieren, nachdem ich mir beim unvergessenen und hochgeschätzten Meister Kruse (der damals eine kleine Alfa-Werkstatt im Elmshorn betrieb) anschaute, wie man die Vergaser richtig und ohne große Hilfsmittel einstellt. Danach sprangen meine Alfas auch bei Nässe und im tiefsten Winter immer problemlos an - auch ohne Choke - und sie liefen wunderbar.


Der siebte Wagen, gleichzeitig der nächste Alfa, hier eine Giulia Nuova 1600. Ursprungsfarbe hellgelb. Dann auf "alt" umgebaut und neu lackiert. Leider konnte ich damals zumindest für kleines Geld keine adäquate Motorhaube auftreiben. Dank Internet und Ebay wäre das heute bedeutend einfacher als vor 30 Jahren!


Beim Achten galt es erst einmal, kleinere Brötchen zu backen. Die erste eigene Wohnung stand an...und da war so ein Kadett City 1,2 mit 55 PS schon das richtige Auto.


Hier mal die damalige Oberklasse - 1983 die Nummer 9; ein Alfa Romeo 2000 "Berlina". 131 PS, aber leider trotzdem weder so spritzig, noch so wendig wie die kleineren GT- und Giulia Typen. An dem Projekt hatte ich mich wohl doch etwas verhoben, nach gut 4 Wochen mußte er wieder weg.


10: Audi 100. 115 PS, eine geplatzte Zylinderkopfdichtung und viele weitere kleine Malaisen begleiteten mich gut ein Jahr lang. Ansonsten gut durchdacht, komportabel und bequem, aber ohne Flair. Jeder Alfasud hatte mich mehr begeistert. Wenn es ein Auto in dieser Reihe gibt, auf das ich am wenigsten gern zurückblicke, so ist es dieses.


Meine Frau wollte auch mit dem Wagen zur Arbeit fahren, ein zweites Auto mußte also her: Nummer 11, ein Alfasud 1,2 mit 63 PS. Begeisternder Fahrspaß bei absoluter Zuverlässigkeit. Leider hatte dieser (und nicht NUR dieser) ein Rostproblem...


Nummer 12, wieder ein GTJ 1600, diesmal jedoch 3 Jahre jünger als der erste und somit von besserer Blechqualität. Der bestlaufende 1600er, den ich je hatte; da müssen mehr als die versprochenen 109 Pferde mitgearbeitet haben. Die Stoßstangen und Zusatzscheinwerfer vom 1750 habe ich später montiert.


Die wilde 13, ein Alfasud ti 1,5 mit 83 PS.


1986 waren Geländewagen schwer angesagt und ich wollte auch mal einen, zumal ich von der ständigen Bastelei an den alten Alfa mal eine Pause brauchte. Das 14. und bis dahin teuerste Auto, ein Suzuki SJ 413, Jahreswagen. Leider hatte ich ein Malheur mit dem Motor und seiner Steuerung, und die Garantie, damals ja nur ein Jahr, war bereits abgelaufen. Fa.Bergmann in Tornesch half damals unkompliziert und überredete Suzuki, meinen Fall kulant zu behandeln. Daran sollte ich mich einige Jahre später noch erinnern, als ich neue Kleinwagen oder Motorräder kaufte... Der Wagen wurde verkauft, als wir uns unser erstes Haus zulegten. Wir waren noch jung und brauchten das Geld für etwas Wichtigeres!


Die Nummer 15 war der Ersatz für den Samurai. Über 10.000 Mark wurden frei beim Tausch gegen diesen R 16 und das Geld brauchten wir dringend für Renovierungsarbeiten. Diesmal nur ein TL mit 65 PS, aber genauso bequem und zuverlässig wie die anderen.


Die zuvor erwähnte Bastelpause war vorbei und im Frühling 1988 war es soweit: ein Traum zieht in die Garage. Als 16. Wagen kaufte ich relativ günstig einen Alfa Spider, wieder in der 1600er-Version, hier mit 103 PS. Ich war stolz wie Bolle und hätte die erste Nacht fast in der Garage übernachtet. Dies war der erste Wagen, den ich im Winter nur fuhr, wenn kein Salz gestreut war (oder zumindest die Straßen trocken waren, denn er machte einfach zuviel Spaß). Eines der wenigen Fahrzeuge, deren Verkauf ich bis heute bereut habe.


Eigentlich als Winterauto gedacht, später zum Zweitwagen mutiert. Der nächste Kadett City, diesmal der 1,6er mit 75 PS. Ein Kleinwagen, außer beim Spritverbrauch: mindestens 10 Liter auf 100 km...


Kurzes Intermezzo 1989: dieser VW 1302 blieb nicht lange. Das 18. Auto war eigentlich ein schöner Wagen. Eigentlich, aber es gab Interessenten und überhaupt war ich zu dieser Zeit etwas umtriebig was die Autos anging.


Ebenso nur kurz in meiner Hand verweilte dieser Alfa Romeo GTJ 1600. Eigentlich ein guter Wagen, außer, daß man ihn nie ganz voll tanken konnte.... Jemand wollte ihn gern haben und hat dafür die Nummer 20, eine sehr gut erhaltene Giulia, in Zahlung geben.


Und hier ist die Inzahlungnahme: Giulia Super 1300 Baujahr 1970. Blechmäßig der beste klassische Alfa, den ich je hatte und ich bin ihn sehr gern gefahren. Für ihn zogen jedoch dunkle Wolken auf, als wir unser zweites Haus bauen wollten.


Für ihn mußte die Giulia weichen. Das 21. Auto war ein niegelnagelneuer Fiat Panda mit 45 PS. Billig im Unterhalt und vor allem: keine großen Pflege-, Wartungs- oder gar Reparaturarbeiten nötig, denn das neue Haus ließ bei hoher Eigenleistung für andere Dinge praktisch keine Zeit.


Der Fiat fuhr zwar gut, und das Faltdach machte auch Spaß, aber er war doch arg klein. Daher kam als 22. Wagen dieser "Cadettillac" in die Garage. 1,6 Liter, 75 PS und viel weniger Verbrauch als der letzte Kadett City mit gleicher Leistung. Zuverlässig (Haus war immer noch nicht ganz fertig) aber schon als Jungwagen rostanfällig.


Nur kurze Zeit blieb diese Giulia Nuova 1600 mit 103 PS, ein Lagerschaden führte zur Inzahlunggabe beim freundlichem Alfa-Händler des Vertrauens...


Unser 24. Wagen blieb am längsten in unserer Hand, fast 8 Jahre. Nach der Pleite mit der Giulia durfte es mal was Neues sein. Als Tageszulassung 1990 sehr günstig gekauft und später als Zweitwagen von meiner Frau genutzt. Ein Alfa 33 Imola 1,4 mit 90 PS - Er ließ uns nie im Stich und war damit über fast 100.000 km der beste Alfa, den wir je hatten.


Der nächste Zweitwagen und 25. im Bunde war dieser Alfasud 1,5. Er wurde (als Zweitwagen) später durch den oben genannten 33 ersetzt. Verkauft an einen Russen, der ihn auf eigener Achse nach Kasachstan überführte...vermutlich fährt er da heute noch, denn Rostlöcher werden dort (hinsichtlich der Betriebssicherheit und Zulassungsfähigkeit-TÜV gibt es keinen) nicht so wichtig genommen.


Nummer 26: ein Alfa Spider 2000 mit 127 PS. Durch diesen Wagen wurde die Cabrioleidenschaft bei meiner Frau endgültig entfacht. Das sollte Folgen haben... Leider zeichnete sich dieses Exemplar durch Unzuverlässigkeit aus und bald verlor ich die Lust daran. Außerdem sahen die Aluräder vom Nachfolgemodell auf Dauer irgendwie sch.... aus.


Motorrad statt Cabrio. Nummer 27 ist diese Suzuki VL 1500, gekauft beim in guter Erinnerung gebliebenen Händler Bergmann (siehe oben). Leider fährt meine Frau nicht mit, eine Proberunde bei niedrigen Geschwindigkeiten um den Block reichte aus um ihr das klar werden zu lassen.


Da es ohne Auto nicht geht, haben wir als 28. diesen neuen Suzuki Swift 1000 mit 53 PS dazugekauft. Der Wagen war aber auf Dauer irgendwie zu behäbig, was ein gutes Jahr später zur Inzahlunggabe und zum Kauf des Nächsten führte - bei guten Konditionen bei der Fa. Bergmann. Wenn ich nur wüßte, wo die besseren Bilder abgeblieben sind...


Als Nummer 29 folgte dieser Suzuki Ignis mit 83 PS aus 1,3 Litern. Mehr Leistung, mehr Platz - aber die gleiche Langeweile und ein ziemlich hoher Verbrauch bei höheren Autobahngeschwindigkeiten so ab 120. Er hielt sich - vermutlich wegen des Motorradausgleiches - trotzdem zweieinhalb Jahre und wurde dann beim Jaguar-Händler (!) für einen guten Kurs gegen einen (1- 1/2)Jahreswagen in Zahlung gegeben. Auch hier müßte es bessere Bilder geben.


Das dreißigste Auto, diesmal und das erste mal extra für meine Frau: ein Mazda MX-5 NB, gekauft 2002. 1600 ccm und 110 PS reichen für reichlich Fahrspaß. Für mich leider nur, wenn das Dach geöffnet ist, sonst stoße ich mit dem Kopf gegen die Decke. Gut 7 Jahre und 40.000 km im Besitz - pannenfrei und sehr billig im Unterhalt.


Nummer 31 leider ohne Bild: Eine Suzuki GSF 600 mit 77 PS. Ebenfalls neu gekauft, VL in Zahlung gegeben.


32: Cruisen ist doch schöner. Die nächste VL 1500, GSF in Zahlung gegeben, Umsatz bei Bergmann weiter gesteigert.


Eine weitere Erfüllung eines Traums: mein erster Jaguar, Fahrzeug Nummer 33. Ein XJ 40 Bj 1990. 6 Zylinder, 4 Liter, 222 PS. Ein Wagen wie aus dem Vollen geschnitzt. Dieses erhabene Gefühl und auch der Federungskomfort sollte von seinen Nachfolgern nicht mehr erreicht werden. Dies war gleichzeitig mein erstes Auto, das ausschließlich als Zweitwagen genutzt wurde....werden sollte....die Praxis sah irgendwie anders aus. Und führte zum Kauf eines weiteren Jaguar.


Das 34. Auto war dieser Jaguar S-Type Sport der zweiten Serie. 6 Zylinder, 3 Liter mit 238 PS. Dafür wurden der XJ und der Suzuki Ignis verkauft. Eigentlich ein guter Wagen, viel Komfort und Fahrspaß, allerdings war die Elektronik offensichtlich noch nicht ganz ausgereift. Er hat die Jaguar-Werkstatt (Fa. Krüll, um die Ecke bei meiner damaligen Arbeitsstelle) daher oft gesehen, was für mich jedoch regelmäßig folgenlos blieb: 3 Jahre Garantie, im vierten Jahr alles noch auf Kulanz geregelt und einen kostenlosen Ersatzwagen gab es auch immer. Mit Ablauf der vierten Fahrzeuglebensjahres habe ich ihn dann doch lieber für den nächsten in Zahlung gegeben. Aber der Service bei Jaguar hatte schon was - zwar nicht zu Discountpreisen aber im Gegensatz zu Mercedes noch akzeptabel wie ich später feststellen sollte.


Es war an der Zeit, mal etwas angeblich Solides auszuprobieren. Nummer 35: Ein brandneuer Audi A3, die kleine Maschine mit 102 PS reichte für mich völlig aus. Ein etwas zu perfekter und steriler Wagen, an dem ich leider schnell die Lust verlor - eben weil er zu perfekt und steril daherkam. Ich hätte mich besser an den ersten Audi erinnern sollen, dann wäre das wohl nicht passiert. Hiermit habe ich zum ersten mal beim Verkauf richtig Geld verbrannt; man blättere weiter.


Unser erster VW-Bus, Fahrzeug 36. Eigentlich nur angeschafft, um einige Campingtouren in Nordeuropa, auf Island, sowie England und Irland abfahren zu können, begründete dieses Auto ein besonderes Verhältnis zu VW-Bussen. Ehemaliges BGS-Fahrzeug mit Automatik und 95-PS MV-Motor. Wahrhaft eine eierlegende Wollmilchsau, ein Fahrzeug, das alles kann und dieses auch noch auf einer Fahrzeuglänge von lediglich gut 4,6m. Dieser hier war ein ganz besonderes Exemplar, was mir allerdings erst viel später bewußt wurde. Er hatte ZWEI Schiebetüren, das große Stahlschiebedach in der Fahrzeugmitte, UND keine Trennwand zwischen Fahrerplatz und Nutzraum. Das Hubdach habe ich selbst angefertigt, es wurde in der Schiebedachöffnung befestigt und konnte bei Nichtgebrauch leicht wieder herausgenommen werden. Ein Auto, das wir erst so richtig verstanden haben, als es wieder weg war. Auch das sollte Folgen haben. Der Wagen wurde, nachdem die Reisen erledigt waren, an einen Hobby-Discjockey nach Moorege verkauft, wenn ich mich recht erinnere.
Das zweite Auto, das ich eigentlich nie hätte verkaufen sollen. Wenn jemand weiß, wo er geblieben ist, ich bin für jeden Tip dankbar...


Dieser Jaguar XJ8 ersetzte den langweiligen Audi. Topgepflegter Arztwagen aus erster Hand mit 8 Zylindern, 4 Litern Hubraum und 276 PS. Für mich wurde extra der Fahrersitz abgepolstert, damit ich nicht mit dem Kopf gegen die Schiebedachverkleidung stieß. Insgesamt zuverlässig, aber trotz vorheriger Superpflege durch den Jaguar-Händler des Vertrauens mit kleinen Schwächen im Detail.


Mein erstes Auto mit H-Kennzeichen. Das 38. Auto, ein Mercedes 200 W 110, Baujahr 1966 mit 2-Liter Vierzylinder und 95 PS. Er war vollständig original, ungeschweißt (als gelernter Karosseriebauer lernt man so etwas zu schätzen, wenn man es sich erst einmal leisten kann; Originales ist eben nicht ebenbürtig zu ersetzen!) und hatte erst etwas über 60.000 km runter als ich ihn kaufte. Nur unwesentliche Gebrauchsspuren trübten das Gesamtbild nicht im Geringsten. Der Wagen hatte nur einen erheblichen Nachteil: meine Frau mochte ihn überhaupt nicht!


Gedacht als Alltagswagen zur Schonung des W 110, stellte sich Nummer 40 als Fehlkauf heraus mit dem ich nicht richtig warm wurde und der nur kurze Zeit in meinem Besitz bleiben sollte. Ein eigentlich grundsolider Mercedes 190 E mit 122 PS und Automatik.


Dies wurde dann für knapp 5 Jahre der Alltagswagen. Das 40. Fahrzeug. Ein neuer Fiat 500 Diesel mit 75 Turbo-PS. Sehr sympathisches Kerlchen, eigentlich zuverlässig und mit allen modernen Helferlein ausgestattet, sowie mit Mini-Verbrauch von 4-5 Litern; aber leider ohne Langzeitqualität, sonst hätten wir ihn wohl heute noch.


Nummer 41 war eine Kawasaki GPZ 900 R Baujahr 88 mit 98 bärenstarken PS, gutem Handling und für mich perfekter Sitzposition über dem Superbike-Lenker. Wo sind bloß die Bilder hin? Gekauft von einem Kollegen, dann nach ca. 2 Jahren wegen Nichtnutzung (ca. 1000 km in der Zeit) weiterverkauft an einen Kollegen.


Das sollte eigentlich das nächste Wohnmobil werden, nachdem der erste Bus irgendwie doch vermißt wurde. Doch dazu kam es nicht. Ein T3 von der Feuerwehr mit original etwas über 30.000 km auf der Uhr, ebenfalls MV-Motor mit 95 PS und Fünfganggetriebe. Sämtliche Falznähte ohne Befund, lediglich eine kleine Stelle am Windschutzscheibenrahmen hatte eine kleine Blase. Also sozusagen fast wie neu. Ein Händler aus dem süddeutschen Raum hat dafür einen Preis gezahlt, den ich nicht ablehnen konnte.


Der MX-5 meiner Frau kam langsam in die Jahre und sie wollte eigentlich seit Erscheinen des SLK ein Cabrio mit "winterfestem" Klappdach. Das führte zum Erwerb dieses SLK 200 mit 163 Kompressor-PS. Ein SLK wie ihn sich jeder wünscht, mit Airscarf und Automatik. Das Beste daran war für mich jedoch, daß ich nun auch bei geschlossenem Dach vernünftig sitzen konnte, ohne mit dem Kopf gegen die Decke zu stoßen. Im Vergleich zum MX-5 war der Mercedes jedoch ein klein wenig unübersichtlicher und einen Hauch weniger agil, wenn es um die Ecken geht. Ich war trotzdem sehr zufrieden, im Gegensatz zu meiner Frau. Sie mochte die Automatik nicht und meinte, er führe sich wie ein Lastwagen(!). Zudem ist der Unterhalt im Gegensatz zum Mazda doch vergleichsweise teuer. Eine Inspektion kostet über 650 Euro, wenn auch nur alle 2 Jahre. Da wird dann nur mal der UBD-Stecker in die Dose gesteckt und nachgesehen, ob die Räder noch dran sind....und das für so viel Geld? Wie dem auch sei, meiner Frau war zuwenig Fahrspaß vorhanden und nach gut einem Jahr wurde der Wagen, nicht zuletzt bedingt durch günstigen Einkauf, fast verlustfrei an einen Händler weiterverkauft.


Mittlerweile sind wir beim 44. Fahrzeug. Diesen praktisch rostfreien T3 Syncro mit 70 PS JX-Motor kaufte ich vom Erlös des Feuerwehrexemplars. Der Innenausbau mit Campingausstattung "light" entstand komplett in Eigenregie. Der fährt überall hin, dachten wir. Tut er auch. Wegen des Allradantriebs sozusagen die ultimative eierlegende Wollmilchsau. Nicht richtig bedacht war allderdings, daß so ein Dieselmotor, insbesondere in der komplett ungedämmten Bundeswehr-LKW-Variante, beim Fahren auf die Dauer unangenehm laut wird. Vielleicht kaufen wir doch einmal ein richtiges Wohnmobil...


Der Nachfolger des SLK wurde - wer hätte das gedacht - wieder ein Mazda MX-5, diesmal ein NC mit 126 PS und dem (damals) neuerdings erhältlichen festen Dach; gekauft als Jahreswagen. Meine Frau war zufrieden und ich mußte wieder den Kopf einziehen... Verkauft im April 2016, er mußte dem Wohnmobil weichen. Wir haben zuwenig Platz auf dem Hof, zudem wurde er nur ca. 3000 km in den letzten beiden Jahren gefahren.


Nummer 46: Unser nächster Alltagswagen, ein Hyundai i10; Vorführwagen von Hell+Kaiser mit allem Firlefanz, den man braucht oder auch nicht. Er hat 67 PS und unter anderem eine Lenkradheizung, sowie einen etwas kleinen Kofferraum. Inzahlung gegeben beim Hyundai-Händler für einen i20.


Mein vorerst letzter Klassiker: ein Saab 96 V4, Baujahr 1976, 1,5-Liter Ford Motor mit 63 PS. Original, ungeschweißt und unverbastelt mit knapp 100.000 km, stammt von einem Sammler aus Schweden und wurde 2014 über einen Schenefelder Händler gekauft. Mittlerweile hatte sich der Drittwagen etabliert. Daher wurde dieser Oldtimer vielleicht etwas zu artgerecht gehalten, nur bei schönem Wetter und damit viel zu wenig gefahren...verkauft im Sommer 2016. Der Plan ist, ihn durch einen offenen Klassiker zu ersetzen; mal sehen was die Zukunft bringt.


Anfang 2016 war es soweit: ein "echtes" Wohnmobil soll unser Leben bereichern, Fahrzeug Nummer 48. Wir entschieden uns für diesen Pössl "2win plus". Citroen-Basis auf 5,99 m Länge und mit starkem 150PS-Motor versehen. Im Gegensatz zum Bulli trotz Diesel sehr leise, auch bei hohen Geschwindigkeiten (Selbst wenn er mindestens 160 schafft, mehr als 130 bin ich noch nicht gefahren; die Hersteller der Dachhauben empfehlen, es bei dieser Geschwindigkeit zu belassen). Mit reichlich Platz für zwei, Klima, Rückfahrkamera, TV, WC, Warmwasser usw.: Im Gegensatz zum VW-Bus ist das Reisen hiermit schon fast dekadent luxuriös...

Nachtrag 2019: Ein neuer Klassiker ist bisher nicht in Sicht und das hat seinen Grund. Das Wohnmobil hat mittlerweile über 30000 km zurückgelegt, obwohl wir ihn praktisch ausschließlich für Urlaubsfahrten nutzen. Er läuft bisher sehr zuverlässig und hat schon einen Großteil von Europa gesehen; von Nordnorwegen bis Südspanien, von Schottland bis Rumänien. Da wir zusätzlich auch in anderer Form reisen bleibt bislang keine Zeit, sich angemessen um ein neues "Liebhaberfahrzeug" zu kümmern.


49 : Neuer, größer, schneller, besser....Dem doch ein wenig zu kleinen Kofferraum des i10 wurde Anfang 2018 abgeholfen. Von der Hyundai Europa-"Resterampe" ein i20 mit allem, was die Zubehörliste von Hyundai hergibt: Automatik, Glasschiebe-Panoramadach, Rückfahrkamera, Navi, Chromgrilleinfassung, die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen. Der kann alles, außer Knöpfe annähen....


to be continued...